Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCO-Syndrom oder PCOS) ist eine der häufigsten hormonellen Erkrankungen bei Frauen im gebärfähigen Alter und eine häufige Ursache für unerfüllten Kinderwunsch. Es ist eine Stoffwechselstörung, bei dem die Geschlechtshormone im Ungleichgewicht sind und meistens kein regelmäßiger Eisprung stattfindet.
Dahinter Zyklusstörungen, depressiven Verstimmungen, Gewichtszunahme, Ausbildung eines männlichen Behaarungstyps, Akne sowie Follikelzysten in den Eierstöcken kann das PCO-Syndrom stecken. Auch Haarausfall, Insulinresistenz oder ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen können im Zusammenhang mit PCOS auftreten.
Eine Heilung ist derzeit nicht möglich, allerdings mithilfe einer Ernährungsumstellung können die Symptome deutlich gelindert werden. Studien zeigen, dass bereits eine moderate Gewichtsreduktion und eine verbesserte Insulinsensitivität den Zyklus stabilisieren und die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen können.
Ernährung bei PCO-Syndrom
Eine ausgewogene, entzündungshemmende und blutzuckerfreundliche Ernährung spielt bei PCOS eine zentrale Rolle. Ziel ist es, starke Blutzuckerschwankungen zu vermeiden, Entzündungen zu reduzieren und den Stoffwechsel zu unterstützen.
- Süßigkeiten stark reduzieren sowie vorsichtig mit Salz umgehen (nicht mehr als 5g pro Tag)
- Vollkornprodukte statt Weißmehl wählen
- Gemüsemenge pro Mahlzeit vergrößern
- Gesunde Fettsäuren besorgen, die in Hering, Lachs, Makrele, auch in Chia-, Lein- und Hanfsamen sowie in hochwertigen Ölen wie z.B Lein-, Walnuss- und Avocadoöl enthalten sind
- Zuckerarme Obst wie Apfel, Wassermelone, Beeren priorisieren und Obst wie Banane, Birne, Kirschen und Weintrauben, die viel natürlichen Zucker enthalten, vermeiden
- Mind. 2 Liter Wasser täglich trinken
- Prä- und probiotische Lebensmittel zur Ernährung hinzufügen (enthalten in Haferflocken, Buttermilch, Naturjoghurt, fermentiertes Gemüse)
- Genug Eiweiß konsumieren (etwa 30 Gramm pro Portion)
Wichtige Vitamine bei PCO-Syndrom
Bestimmte Mikronährstoffe können bei PCOS eine unterstützende Rolle spielen, insbesondere bei hormonellen Schwankungen, Müdigkeit und Zyklusunregelmäßigkeiten.
- Magnesium (enthalten in Mandeln, Sesam, Spinat, Kartoffeln, Beeren, Naturreis, Hirse, Geflügelfleisch und Lachs) – wichtig für den Zuckerstoffwechsel und die Stressregulation.
- Vitamin B1 (enthalten in Haferflocken, Spargel und Walnüssen, Hülsenfrüchten, Scholle) – unterstützt den Energiestoffwechsel.
- Vitamin B6 (enthalten in Geflügelfleisch, Makrele, Vollkorngetreide, Brokkoli, Feldsalat, Tomaten, Avocado und Walnüssen) – wichtig für den Hormonstoffwechsel und das Nervensystem.
- Eisen (enthalten in rotem Fleisch, Hirse, Haferflocken, Kürbiskernen, Sesam, Pinienkernen, Kichererbsen und Pfifferlingen) – relevant bei Müdigkeit und Erschöpfung.
- Omega 3,6,9 (enthalten in Fisch, hochwertigen Ölen, Samen, Oliven, Mandeln und Wallnüssen) – wirken entzündungshemmend und können die Insulinsensitivität verbessern.
- Vitamin D (Spaziergänge in der Sonne für gute Laune und Stressreduktion) – wichtig für Immunsystem, Hormonbalance, Stimmung und Stressreduktion.
Individuelle Ernährungstherapie bei pcos
Da das PCO-Syndrom sehr individuell verläuft, ist eine persönliche Beratung besonders sinnvoll. Eine auf Ihre Symptome, Ihren Lebensstil und mögliche Begleiterkrankungen abgestimmte Ernährungstherapie kann dabei helfen, langfristig mehr Wohlbefinden und Zyklusstabilität zu erreichen.
Vereinbaren Sie Ihren Beratungstermin bei unserer Ernährungsspezialistin Lisa Gottschall unter +43 1 394 17 17 oder über die Online-Terminvereinbarung, um eine persönlich angepasste Ernährungstherapie zu bekommen.









