Bei dem Check-up sollen gesundheitliche Risiken und Vorbelastungen abgefragt und Erkrankungen möglichst früh erkannt und therapiert werden. Wir erklären, welche Vorsorgeuntersuchungen für Frauen sinnvoll sind.
Vorsorgeuntersuchungen für Frauen
1. Gynäkologische Routinekontrolle
- ausführliche Anamnese (individuelle Krankengeschichte, allfällige Beschwerden, … )
- Scheidenspiegeluntersuchung (mit einer Kontrolle des Vaginalsekrets, der Abnahme des Krebsabstriches PAP + und evtl. HPV Diagnostik)
- Infektionsabstrich (Bakterien, Pilze)
- Chlamydien Screening (bis ca. 25LJ)
- Abtasten des Unterbauchs, der Gebärmutter und Eierstöcke auf Veränderungen Vaginaler oder abdominaler Ultraschall
- Brustuntersuchung mit Anleitung zur Brustselbstuntersuchung
- Gespräch, Therapieplanung
- die HPV-Diagnostik und Genotypisierung wird zusätzlich bei Bedarf Frauen zwischen 30 und 65 Jahren gemacht
Gynäkologische Vorsorgeuntersuchung:
2. Dermatologische Muttermalkontrolle
Dermatologische Vorsorge: Ihre Haut im Fokus
Die dermatologische Vorsorge ist von entscheidender Bedeutung, um Hautkrebs frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Ihre Haut ist das größte Organ Ihres Körpers und steht täglich im Kontakt mit äußeren Einflüssen. Regelmäßige Untersuchungen bei einem Dermatologen sind daher ein wichtiger Bestandteil Ihrer Gesundheitsvorsorge.
Warum dermatologische Vorsorge?
Hautkrebs, einschließlich Melanome, gehört zu den häufigsten Krebsarten weltweit. Die gute Nachricht ist, dass Hautkrebs in vielen Fällen durch rechtzeitige Entdeckung und Behandlung heilbar ist. Die dermatologische Vorsorge ermöglicht es, verdächtige Veränderungen auf der Haut zu identifizieren und weitere Schritte einzuleiten.
Was beinhaltet die dermatologische Vorsorge?
- Ganzkörperhautuntersuchung: Ein Dermatologe wird Ihre Haut von Kopf bis Fuß untersuchen, um Veränderungen, neue Muttermale oder andere Auffälligkeiten zu identifizieren.
- Auflichtmikroskopie: Mit einem Auflichtmikroskop kann der Arzt Muttermale genauer betrachten und beurteilen, ob weitere Untersuchungen notwendig sind.
- Aufklärung und Beratung: Der Dermatologe wird Sie über den richtigen Umgang mit Sonneneinstrahlung informieren und Ihnen Tipps zur Hautpflege geben.
Wer sollte zur dermatologischen Vorsorge gehen?
Grundsätzlich sollte jeder regelmäßig seine Haut selbst auf Veränderungen überprüfen. Personen mit erhöhtem Hautkrebsrisiko, wie Menschen mit vielen Muttermalen, einer hellen Haut oder einer Vorgeschichte von Hautkrebs in der Familie, sollten jedoch besonders auf dermatologische Vorsorgeuntersuchungen setzen.
Wie oft sollte die Vorsorge erfolgen?
Die Häufigkeit der dermatologischen Vorsorge hängt von individuellen Risikofaktoren ab. In der Regel wird empfohlen, ab dem 35. Lebensjahr eine jährliche Untersuchung durchzuführen. Personen mit erhöhtem Risiko können jedoch häufigere Untersuchungen benötigen.
Selbstuntersuchung zu Hause:
Zusätzlich zur professionellen dermatologischen Vorsorge ist es wichtig, regelmäßig Ihre Haut selbst zu überprüfen. Achten Sie auf Veränderungen in Form, Farbe oder Größe von Muttermalen, Hautflecken oder anderen Hautveränderungen.
3. Internistische Vorsorge
(inkl. Impfpasscheck und ausführliche Laboruntersuchung)
Internistische Vorsorgeuntersuchungen dienen der Überwachung und Früherkennung von Erkrankungen, die verschiedene Organsysteme betreffen. Hier sind einige der gängigen internistischen Vorsorgeuntersuchungen:
Allgemeine Gesundheitschecks:
- Blutdruckmessung: Regelmäßige Überprüfung des Blutdrucks.
- Blutuntersuchungen: Zur Überwachung von Blutfettwerten, Blutzucker, Leber- und Nierenfunktion.
Herz-Kreislauf-Vorsorge:
- EKG (Elektrokardiogramm): Elektrische Aktivität des Herzens wird gemessen, um Herzrhythmusstörungen zu erkennen.
- Belastungs-EKG: Zur Beurteilung der Herzleistung unter Belastung.
- Herzultraschall (Echokardiographie): Untersuchung der Herzstrukturen und -funktion.
Lungenfunktionstests:
- Spirometrie: Messung der Atemluftmenge und -geschwindigkeit zur Beurteilung der Lungenfunktion.
Gastroenterologische Untersuchungen:
- Magenspiegelung (Gastroskopie): Untersuchung der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarms.
- Koloskopie: Inspektion des Dickdarms zur Früherkennung von Darmkrebs.
- Leber- und Gallenblasenultraschall: Beurteilung von Leber- und Gallenblasenstrukturen.
Nierenfunktionstests:
- Nierenfunktionstests: Messung von Kreatinin und Harnstoff im Blut zur Beurteilung der Nierenfunktion.
- Nierenultraschall: Überprüfung der Nierenstrukturen.
Stoffwechsel- und Hormonuntersuchungen:
- Schilddrüsenuntersuchungen: Überprüfung der Schilddrüsenfunktion durch Bluttests.
- Blutzucker- und Insulinmessung: Insbesondere zur Diabetesfrüherkennung.
Knochendichtemessung:
- DEXA-Scan: Messung der Knochendichte zur Früherkennung von Osteoporose.
Immunologische Untersuchungen:
- Impfpasscheck: Überprüfung und Aktualisierung von Impfungen entsprechend der Empfehlungen.
Internistische Check-ups:
- Gesundheitschecks: Umfassende Überprüfung von Blutwerten, Organfunktionen und Risikofaktoren.
Diese Untersuchungen variieren je nach individuellen Risikofaktoren, Alter und Geschlecht. Es wird empfohlen, mit einem Internisten zusammenzuarbeiten, um einen persönlichen Vorsorgeplan zu erstellen, der auf den individuellen Gesundheitsbedürfnissen basiert.
4. Genetische Vorsorgeuntersuchungen
1. Genetische Beratung:
- Familiäre Anamnese: Erfassung von genetischen Krankheiten, die in der Familie vorkommen.
- Genetische Beratung: Klärung von genetischen Risiken und Empfehlungen für weiterführende Untersuchungen.
2. Genetische Tests für Krebserkrankungen:
- BRCA-Gen-Test: Für Frauen mit familiärer Vorbelastung für Brust- und Eierstockkrebs.
- Lynch-Syndrom-Test: Untersuchung bei familiärer Anamnese von Darm- und Gebärmutterkrebs.
3. Herz-Kreislauf-Genetik:
- Genetische Tests für Herzkrankheiten: Bei familiärer Vorbelastung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
4. Genetische Tests für Stoffwechselerkrankungen:
- Hämochromatose-Gen-Test: Bei Verdacht auf eine genetisch bedingte Eisenüberladung.
- Zöliakie-Gen-Test: Bei familiärer Vorbelastung für Zöliakie.
5. Pharmakogenetische Tests:
- Pharmakogenetische Untersuchungen: Bestimmung, wie der Körper auf bestimmte Medikamente reagiert, um die Arzneimitteltherapie zu personalisieren.
6. Genetische Tests für neurologische Erkrankungen:
- Genetische Tests für neurodegenerative Krankheiten: Bei familiärer Vorbelastung für Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson.
7. Pränataldiagnostik:
- Pränataldiagnostische Tests: Zur Erkennung genetischer Anomalien während der Schwangerschaft.
8. Erbliche Bluterkrankungen:
- Genetische Tests für hämorrhagische Diathesen: Zur Identifizierung von erblichen Bluterkrankungen.
Es ist wichtig zu betonen, dass genetische Tests oft ethische, rechtliche und psychosoziale Überlegungen mit sich bringen. Die Entscheidung für genetische Tests sollte daher nach sorgfältiger Beratung und in Absprache mit einem Facharzt oder Genetiker getroffen werden.
SANTÉ FEMME bietet alle Untersuchungen aus dem Gesundheitscheck vereint, im Institut für Frauengesundheit, an. Untersuchungen sind je nach Bedürfnis und Vorerkrankungen individuell anpassbar. Ein Check-up kann jederzeit telefonisch oder über die Online-Terminvereinbarung.