In Österreich sind mehr als 500.000 Menschen über 50 Jahren von der Osteoporose betroffen. Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts, welche die Qualität und die Festigkeit der Knochen vermindert und ihre Brüchigkeit erhöht. Unser Ratgeber zeigt, auf welche Symptome man achten soll und erklärt die wichtigsten Ursachen und Vorbeugung der Osteoporose.
Osteoporose verstehen: Wenn Ihre Knochen Unterstützung brauchen
Osteoporose, im Volksmund auch als „Knochenschwund“ bezeichnet, ist eine Erkrankung, die weltweit Millionen von Menschen betrifft. Besonders Frauen* nach der Menopause sind gefährdet, aber auch Männer können betroffen sein. Osteoporose ist heimtückisch: Oft bemerkt man lange nichts, bis Knochenbrüche auftreten und dann ist die Erkrankung bereits fortgeschritten.
In diesem umfassenden Artikel erfahren Sie alles Wichtige: von Ursachen und Risikofaktoren über Symptome, Diagnose und Therapie bis hin zu Prävention und Lebensstilstrategien. Außerdem erfahren Sie, wie unsere Spezialistin Dr. Asha Leisser bei Santé femme Sie individuell unterstützt.
Was ist Osteoporose?
Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, bei der die Knochen ihre Dichte und innere Stabilität verlieren. Dadurch steigt das Risiko für Frakturen erheblich. Knochen sind dynamische Strukturen, die ständig auf- und abgebaut werden. Mit zunehmendem Alter oder unter bestimmten Einflüssen gerät dieser Prozess aus dem Gleichgewicht: Mehr Knochen wird abgebaut als neu gebildet. Das führt zu porösen, brüchigen Knochen.
Die Erkrankung betrifft nicht nur ältere Menschen, sie beginnt oft schon in den 50er Jahren und entwickelt sich über Jahre. Studien zeigen, dass etwa jede dritte Frau und jeder fünfte Mann über 50 Jahre osteoporotische Veränderungen aufweist.
Ursachen und Risikofaktoren
Osteoporose hat viele Ursachen, sie entsteht selten durch einen einzigen Faktor. Man unterscheidet:
Primäre Osteoporose
Diese Form ist alters- und hormonbedingt. Nach der Menopause sinkt der Östrogenspiegel deutlich, und der Schutz des Knochens vor Abbau geht verloren.
Senile Osteoporose
Mit steigendem Alter nimmt die Knochendichte bei Männern und Frauen* ab. Besonders ab 70 Jahren steigt die Wahrscheinlichkeit für Frakturen.
Sekundäre Osteoporose
Hier steht eine andere Erkrankung oder medikamentöse Behandlung im Vordergrund:
- Hormonelle Störungen (z. B. Schilddrüsenüberfunktion)
- Langzeittherapie mit Kortikoiden
- Stoffwechsel- oder Autoimmunerkrankungen
- Bewegungsmangel oder längere Immobilisation
Weitere Risikofaktoren
- Genetische Veranlagung
- Rauchen
- Übermäßiger Alkoholkonsum
- Ungesunde Ernährung mit Calcium- und Vitamin-D-Mangel
Wer ist besonders gefährdet?
Obwohl jeder betroffen sein kann, haben Frauen* nach der Menopause das höchste Risiko. Der Grund liegt im Hormonabfall: Östrogen schützt den Knochen, hemmt den Knochenabbau und unterstützt die Knochenbildung. Nach den Wechseljahren fehlt dieser Schutz, und die Knochenmasse sinkt schneller ab.
Auch Männer sind gefährdet, besonders bei hormonellen Problemen, Bewegungsmangel oder chronischen Erkrankungen. Eine frühzeitige Kontrolle kann helfen, Risiken zu minimieren.
Symptome: Warum Osteoporose so heimtückisch ist
Osteoporose verläuft oft über Jahre symptomfrei. Viele Betroffene bemerken erst die Krankheit, wenn Frakturen auftreten. Typische Anzeichen können sein:
- Rückenschmerzen ohne eindeutige Ursache
- Abnahme der Körpergröße
- Rundrücken oder Buckelbildung
- Knochenbrüche bei leichten Belastungen
Da diese Symptome oft als normale Alterserscheinungen fehlgedeutet werden, bleibt Osteoporose häufig unentdeckt – ein Risiko, das ernst genommen werden sollte.
Diagnostik: Wie Osteoporose festgestellt wird
Die Knochendichtemessung (DXA) ist die Standarduntersuchung. Sie misst die Knochenmineraldichte und gibt Aufschluss über das Frakturrisiko.
Weitere Untersuchungen können sein:
- Blutwerte zur Knochengesundheit
- Ultraschall oder Röntgen bei Frakturen
- Abklärung von Begleiterkrankungen
Früherkennung ist entscheidend: Wer Osteoporose früh erkennt, kann gezielt vorbeugen und Frakturen vermeiden.
Behandlung: Wie Osteoporose aufgehalten wird
Die Behandlung von Osteoporose verfolgt das Ziel, den Knochenabbau zu verlangsamen, die Knochenstabilität zu verbessern und Frakturen vorzubeugen. Ein zentraler Baustein ist die Basistherapie, die auf Ernährung, Bewegung und gezielter Vitaminversorgung aufbaut. Eine calciumreiche Ernährung ist entscheidend für die Knochengesundheit. Dazu zählen insbesondere Milchprodukte, grünes Gemüse und Nüsse. Ergänzend spielt Vitamin D eine wichtige Rolle, da es die Aufnahme von Calcium im Körper unterstützt. Vitamin D kann sowohl über Sonnenlicht als auch über Supplemente zugeführt werden. Gleichzeitig trägt regelmäßige Bewegung wesentlich zur Stabilität der Knochen bei. Kraft-, Balance- und Ausdauertraining fördern die Knochenbildung und stärken die Muskulatur, was zudem das Sturzrisiko deutlich senkt.
Bei fortgeschrittener Osteoporose oder hohem Frakturrisiko kann eine medikamentöse Therapie notwendig werden. Hier kommen je nach individuellem Befund verschiedene Wirkstoffe zum Einsatz. Bisphosphonate wirken, indem sie den Abbau der Knochen verlangsamen. Selektive Östrogenrezeptormodulatoren tragen dazu bei, die Knochen zu stabilisieren, während Parathormon-Analoga gezielt den Aufbau von neuem Knochengewebe fördern. Monoklonale Antikörper sind eine weitere Option, insbesondere bei fortgeschrittener Osteoporose, da sie gezielt in den Knochenstoffwechsel eingreifen und das Frakturrisiko reduzieren können.
Ergänzend zur medikamentösen Therapie ist Physiotherapie ein essenzieller Bestandteil der Behandlung. Gezieltes Training stärkt sowohl die Muskulatur als auch die Knochen und reduziert das Risiko von Stürzen. Besonders geeignet sind Rückengymnastik, Geh- und Wanderübungen sowie Nordic Walking. Auch Krafttraining unter professioneller Anleitung kann den Knochenaufbau unterstützen und die körperliche Stabilität erhöhen. Durch die Kombination aus Basistherapie, medikamentöser Behandlung und gezieltem Training kann der Krankheitsverlauf verlangsamt und die Lebensqualität deutlich verbessert werden.
Prävention: Was Sie selbst tun können
Bewegung
Regelmäßige Aktivität stärkt Knochen und Muskeln. Balance- und Koordinationsübungen reduzieren Sturzrisiko.
Ernährung
- Calcium: 1000–1200 mg pro Tag
- Vitamin D: 20–25 μg täglich oder ärztlich empfohlene Dosis
- Protein: unterstützt Knochen- und Muskelaufbau
Lebensstil
- Nicht rauchen
- Alkohol in Maßen
- Sonnenlicht gezielt nutzen
Prävention beginnt früh – je höher die Knochenmasse im jungen Erwachsenenalter, desto besser die Reserven im Alter.
Lebensstilstrategien bei bestehender Osteoporose
Wer bereits Osteoporose hat, kann dennoch aktiv und selbstständig bleiben. Empfehlungen:
- Sturzprävention zuhause: rutschfeste Matten, Handläufe
- Regelmäßige Kontrollen: DXA alle 1–2 Jahre
- Bewegung und gezieltes Krafttraining
- Schmerzmanagement: Physiotherapie, Medikamente, Entspannungstechniken
Ziel: Lebensqualität erhalten, Schmerzen reduzieren, Frakturen vorbeugen.
Osteoporose in Zahlen
- 30 % der Frauen* über 50 in Österreich betroffen
- 20 % der Männer über 50 betroffen
- Jede dritte Frau über 50 erleidet eine Fraktur im Laufe des Lebens
- Nach einer Hüftfraktur steigt das Risiko für weitere Frakturen deutlich
Diese Zahlen zeigen, wie wichtig Prävention, Früherkennung und individuelle Beratung sind.
10 Fragen an die Osteoporose‑Spezialistin: Ist das normal?
Osteoporose ist eine heimtückische Erkrankung, die lange unbemerkt bleibt. Viele Frauen* stellen sich dieselben Fragen, wir haben Dr. Asha Leisser um Antworten gebeten.
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Ist es normal, dass ich nach den Wechseljahren Rückenschmerzen bekomme?
Rückenschmerzen können ein erstes Anzeichen für Osteoporose sein, insbesondere, wenn sie ohne klare Ursache auftreten. Wir empfehlen eine Knochendichtemessung (DXA), um sicherzugehen, dass die Knochen noch stabil sind.
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Wie erkenne ich, dass ich gefährdet bin?
Risikofaktoren sind unter anderem: familiäre Veranlagung, frühe Menopause, Bewegungsmangel, unzureichende Calcium- oder Vitamin‑D‑Zufuhr, Rauchen oder bestimmte Medikamente. Ein persönlicher Check bei der Spezialistin klärt das individuell.
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Kann ich Osteoporose schon verhindern, wenn ich jung bin?
Ja. Eine calcium- und vitaminreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung, Krafttraining und ausreichend Sonnenlicht legen die Basis für starke Knochen und reduzieren späteres Risiko.
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Sind Hüft- oder Wirbelbrüche unvermeidlich?
Nein. Durch Prävention, gezieltes Training und gegebenenfalls medikamentöse Therapie lassen sich Frakturen deutlich reduzieren. Frühzeitiges Handeln ist entscheidend.
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Ist Osteoporose bei Männern genauso häufig als bei Frauen*?
Männer sind seltener betroffen, aber ab 65 steigt das Risiko deutlich, besonders bei hormonellen Problemen, Bewegungsmangel oder chronischen Erkrankungen.
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Reichen Bewegung und Ernährung für Knochengesundheit allein aus?
Sie sind ein wesentlicher Bestandteil, oft aber nicht ausreichend. Bei diagnostizierter Osteoporose kann eine individuell abgestimmte medikamentöse Therapie notwendig sein, um den Knochenabbau zu stoppen.
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Wie wirkt Vitamin D auf die Knochen?
Vitamin D verbessert die Calciumaufnahme aus der Nahrung, unterstützt den Knochenaufbau und reduziert das Frakturrisiko. Besonders in Wintermonaten ist eine Supplementierung oft sinnvoll.
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Kann ich trotz Osteoporose aktiv Sport treiben?
Ja! Geeignete Aktivitäten sind z. B. Rückengymnastik, Gehen, Nordic Walking, leichtes Krafttraining. Wichtig ist, Stürze zu vermeiden und Übungen an Ihre Kondition anzupassen.
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Wie oft sollte ich meine Knochendichte überprüfen lassen?
Bei Risikofaktoren oder bestehender Osteoporose empfehlen wir in der Regel alle 1–2 Jahre eine DXA-Messung, um den Therapieerfolg zu kontrollieren und Frakturen vorzubeugen.
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Wann sollte ich dringend eine Spezialistin aufsuchen?
Wenn Sie Risikofaktoren haben, nach einem Sturz oder bei Frakturen auftreten, bei anhaltenden Rückenschmerzen oder wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Knochen stabil sind.
Individuelle Beratung bei Santé femme
Osteoporose ist eine komplexe Erkrankung, die viele Faktoren umfasst und individuell sehr unterschiedlich verlaufen kann. Deshalb ist eine persönliche Beratung essenziell. Unsere Spezialistin, Dr. Asha Leisser, steht Ihnen mit ihrer umfassenden Expertise kompetent und einfühlsam zur Seite. Sie analysiert Ihren persönlichen Knochenstatus, berät Sie zu präventiven Maßnahmen oder passenden Therapieoptionen und entwickelt maßgeschneiderte Strategien für Ihren Lebensstil, die Ihre Knochen langfristig stärken.
Dabei geht es nicht nur um medizinische Maßnahmen, sondern auch um praktische Empfehlungen, die sich nahtlos in Ihren Alltag integrieren lassen. Dr. Leisser begleitet Sie Schritt für Schritt, beantwortet alle Ihre Fragen und sorgt dafür, dass Sie sich informiert, sicher und gut betreut fühlen.
Buchen Sie Ihren Termin noch heute einfach online, Ihre Knochen verdienen individuelle Betreuung und aktiven Schutz. Bleiben Sie aktiv, informiert und gut betreut: bei Santé femme sind Sie bei Dr. Asha Leisser in den besten Händen.









